Verlustgeschäft: Migros trennt sich von Tegut

Die Migros trennt sich von ihrer Tochterfirma Tegut. Details zur Transaktion bleiben offen. Die Migros Zürich hat mit der Bio-Lebensmittelkette in Deutschland gegen 600 Millionen Franken verloren. Das sind rund 1700 Franken pro Genossenschaftsmitglied.

Bild: zvg

Die Migros Zürich zieht sich aus Deutschland zurück. Sie tritt den «wesentlichen Teil» der deutschen Supermarkt-Kette Tegut an Edeka ab. Der Schritt ist Teil der neuen Migros-Strategie, sich auf das Kerngeschäft im Schweizer Detailhandel zu konzentrieren. Welche «wesentlichen Teile» von Edeka übernommen werden sollen – und somit auch welche nicht – bleibt offen.

Die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) hatte Tegut per 1. Januar 2013 übernommen. Unter dem Strich war das ein Verlustgeschäft. Wie die GMZ gegenüber Medien sagte, beläuft sich der Gesamtverlust für die Migros auf rund 570 Millionen Franken. Das sind umgerechnet rund 1’700 Franken pro Mitglied der Migros-Genossenschaft Zürich (31.12.2024: 333'930 Genossenschafterinnen und Genossenschafter).

Abschliessend sagt die Migros: «Die finanziellen Auswirkungen der Transaktion werden im Jahresabschluss 2025 sichtbar sein, der am 24. März (2026) veröffentlicht wird. Die Gesamtabwicklung führt zu ausserordentlichen Aufwänden, die das Ergebnis der Genossenschaft Migros Zürich und der Migros-Gruppe belasten werden.»

Mehr: Medienmitteilung Migros | Beitrag Handelszeitung

Zurück
Zurück

Fuchs angefahren, bloss nicht wegfahren

Weiter
Weiter

Coming not so soon: Neue Banknoten