Wirtschaft: Experten rechnen 2026 mit weniger Wachstum
Das Leben in der Schweiz wird 2026 teurer als erwartet, die Jobsuche wird schwieriger. Die Experten des Bundes haben ihre Prognosen zur Wirtschaft am 18. März nach unten korrigiert. Sie erwarten ein unterdurchschnittliches Wachstum im laufenden Jahr und sind für 2027 optimistisch.
Aufhellung am Wirtschaftshorizont 2027 erwartet.
Die Schweizer Wirtschaft wird 2026 langsamer wachsen als erwartet. Die Expertengruppe des Bundes senkte ihre Prognose auf 1,0 Prozent. Grund dafür ist der Krieg im Nahen Osten, der die Energiepreise in die Höhe treibt.
Für die Bevölkerung hat dies konkrete Folgen: Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich auf 3,0 Prozent steigen. Wer Arbeit sucht, dürfte schwerer einen neuen Job finden. Auch die Lebenshaltungskosten werden stärker steigen, als noch im Dezember angenommen. Die Inflation soll auf 0,4 Prozent klettern, getrieben durch teurere Energie. Laut Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) wird die Kaufkraft der Haushalte leicht sinken.
Unsicherheit bleibt gross
Die grösste Sorge der Experten: Der Konflikt im Nahen Osten könnte sich weiter verschärfen. Sollten die Energieinfrastruktur oder wichtige Schifffahrtsrouten beeinträchtigt werden, drohen noch höhere Preise und stärkere Teuerung. Auch Änderungen der US-Handelspolitik könnten negative Auswirkungen haben.
Erholung ab 2027 erwartet
Die gute Nachricht: Die Wirtschaftskrise ist nicht absehbar. Das SECO rechnet mit einer Erholung ab 2027, wenn das Wachstum wieder auf 1,7 Prozent steigen soll.